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Solar Foto: Pixabay

16. September 2021: Ehemaliges B-Plan Gebiet mit Solarmodulen ausstatten

Nach der Aufhebung des Bebauungsplans für das Gelände der alten Molkerei schlägt die SPD-Fraktion vor, auf dem Gebiet Solarmodule zu errichten und den regenerativ erzeugten Strom ins öffentliche Netz einzuspeisen.

Im Mai 2021 stimmte die Bürgerschaft der Aufhebung des Bebauungsplans für das Gebiet Warnowniederung zu. Untersuchungen hatten gezeigt, dass das Gebiet erheblich kontaminiert ist und insbesondere eine Gefährdung des angrenzenden Trinkwasserschutzgebietes bei möglichen Bauprojekten befürchtet wurde. Eine zeitnahe Erschließung bzw. Nutzung des Gebiets ist nicht geplant. Angestoßen durch den Ortsbeirat Brinckmansdorf fordert die Fraktion der SPD in der Rostocker Bürgerschaft, dass auf diesem Gebiet Solarmodule durch die Stadtwerke Rostock aufgestellt werden und der dort produzierte Strom ins öffentliche Netz eingespeist wird. Hierzu erklärt das SPD-Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss, Anne Mucha: „Entlang der Neubrandenburger Straße entstehen derzeit zahlreiche neue Wohnungen. Ein durchgehender Lückschluss bis zu den Schienen mittels Wohnbebauung ist jedoch nicht möglich. Die dort früher ansässige Industrie hat ihre Spuren im Erdreich hinterlassen. Tiefbaumaßnahmen sind ohne eine kostenintensive Dekontaminierung des Areals nicht möglich. Dennoch sollte die Fläche eine sinnvolle Nutzung erfahren. Das Aufstellen von Solarmodulen ist dabei eine einfache und zugleich kluge Lösung. Auf dem Gelände des alten Gaswerkes in der Bleicherstraße wurde in gleicher Weise verfahren.“

Der SPD-Fraktionsvorsitzende, Dr. Steffen Wandschneider-Kastell, ergänzt: „Eine Wohnbebauung auf diesem Gebiet wäre wünschenswert gewesen. Doch die Kontaminierung des Bereichs macht dies derzeit nicht möglich. Zudem ist die Entfernung zum Trinkwasserschutzgebiet der Warnow äußerst gering und hätte bei Tiefbauarbeiten weitere Risiken mit sich gebracht. Die Idee des Ortsbeirats, Solarmodule auf diesem Gebiet aufzustellen, haben wir gerne aufgenommen. Tiefbaumaßnahmen sind dafür nicht notwendig. Zudem können wir durch die Einspeisung des Stroms in das öffentliche Netz den Anteil des regenerativ erzeugten Stroms in Rostock weiter erhöhen – eine Situation von der viele am Ende profitieren.“

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