Rostocker Gestaltungsbeirat erhalten

Die Rostocker SPD-Bürgerschaftsfraktion steht voll und ganz hinter der gestrigen öffentlichen Forderung der Architekten dieses Landes, den Rostocker Gestaltungsbeirat aufrechtzuerhalten. Die nunmehr zum wiederholten Male vorgetragene Forderung der Rostocker CDU nach Auflösung lehnen wir strikt ab, erklärte die stellvertretende Vorsitzende der Rostocker SPD-Bürgerschaftsfraktion und Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaft und Tourismus, Anke Knitter. Der Gestaltungsbeirat zur Beratung der Hanse- und Universitätsstadt Rostock bei der Planung von Bauvorhaben mit städtebaulicher Bedeutung wurde im Jahr 2011 auf Initiative der Rostocker SPD-Fraktion auf den Weg gebracht. Hintergrund war die aufkommende Unzufriedenheit bei seinerzeit bereits umgesetzten Bauvorhaben wie z.B. das Parkhaus auf der für den Stadteingang wichtigen und in unmittelbarer Nähe der Altstadt und gegenüber der Petrikirche befindlichen Holzhalbinsel. Der Gestaltungsbeirat ist kein Hindernis für Bauvorhaben, weder in Zeiten wie gegenwärtig noch zu anderen Zeiten, sondern hat bereits viele wertvolle Hinweise bei der Gestaltung von Projekten wie z.B. dem Parkhaus am Küterbruch gegeben. Mit dem Instrument soll vielmehr Sorge dafür getragen werden, dass bei den die Stadt auf viele Jahrzehnte prägenden Bauten ein für das Stadtbild bestmögliches Ergebnis zu erzielen, bei gleichzeitiger Erhaltung optimaler Nutzungsqualitäten. Gerade im Städtetourismus ist eine architektonisch anspruchsvolle Gestaltung von Quartieren und insbesondere der Innenstadt ein Garant für anhaltendes Interesse. Das zeigen z.B. Städte wie Chicago, wo man sich seit langem intensiv mit Fragen der Stadtgestaltung befasst. Ein Thema, das hier noch sehr ausbaufähig ist, aber gerade auch im Rahmen der Vorbereitung und Durchführung der Bundesgartenschau vertieft werden soll.

Der Beirat ist der Rostocker CDU-Fraktion seit langem ein Dorn im Auge. Mit immer wieder neuen, vorgeschobenen, Argumenten wird die Arbeit des Gremiums kleingeredet und diskreditiert. Der durchschaubare Versuch, nun die Corona-Pandemie erneut für einen Vorstoß zur Beerdigung des dort missliebigen Expertengremiums zu nutzen werden wir entschieden entgegen treten, ergänzte der Fraktionsvorsitzende Dr. Steffen Wandschneider-Kastell.