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Bündnis für Wohnen: auch IHK in der Pflicht

Mit großer Überraschung hat die SPD-Bürgerschaftsfraktion auf die heutige Berichtserstattung zum Ausstieg der IHK aus dem Bündnis für Wohnen reagiert. „Die IHK will sich aus ihrer Verantwortung für das gute Wohnen in Rostock stehlen nach dem Motto: wenn´s Probleme gibt, waren es nicht wir“, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Anke Knitter. Statt eigene Ideen und Vorschläge einzubringen sowie nach Kompromissen zu suchen, macht es sich die IHK sehr einfach mit ihrem Ausstieg, der niemanden weiterhilft. „Wir sehen die IHK hier in der Verantwortung, da auch die Rostocker Unternehmen ein großes Interesse an einem funktionierenden Wohnungsmarkt haben“, ergänzt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Thoralf Sens.

Natürlich hat sich Rostock ehrgeizige Ziele für den Wohnungsbau und sein Wachsen insgesamt gesteckt. Dass nun aber ausgerechnet ein Akteur wie die IHK meint, sich beim Bündnis für das Wohnen in Rostock an den Rand des Geschehens begeben zu können und mit Steinchen zu schmeißen, ist mehr als fragwürdig und wird ihrer Verantwortung für Rostock nicht gerecht. „Nur wenn möglichst viele mitmachen, können wir zu einem bestmöglichen Ergebnis für alle kommen. Ich wünsche mir, dass die IHK sich in dem Prozess einbringt und ein Vorbild als Treiber der Entwicklung ist, anstatt sich in die Schmollecke zurückzuziehen“, fordert Knitter. Es war im Übrigen die dem Präsidenten der IHK nahestehende CDU in Rostock, die stets mit Nachdruck die nun so gescholtenen Konzeptausschreibungen gebetsmühlenartig gefordert hat. Die SPD-Fraktion geht davon aus, dass die IHK ihre Position noch einmal überdenkt. Nur wer mitmacht, kann auch mitgestalten.